STADT-LAND-DORF, Heimatidyllen

Die Veranstaltung fällt leider aus!

Lesung mit Musik: Silvia Munzón López/Rezitation
und Annette Rettich/Cello

Ländliche Regionen gelten als strukturschwache Gegenden – junge Erwachsene gehen in die Städte, auf dem Land bleiben die Alten und diejenigen, die für sich in den Ballungsräumen keine Perspektiven sehen. Dörfer »sterben«, Gebäude und ihre Bewohner verschwinden. 

In der Abwesenheit werden sie zu Projektionsflächen für die Sehnsucht nach dem unwiederbringlich Verlorenen. Doch es gibt auch eine Gegenbewegung: Akademiker/innen, Kreative um die 30, 40 Jahre verlassen ihr urbanes Umfeld, ziehen in den ländlichen Raum, gründen Wohnprojekte, suchen Gleichgesinnte – suchen eine neue Beheimatung. 

Die Literatur hat im 21. Jahrhundert das Dorf als Sozial- und Lebensform (neu) entdeckt. Literatur widerspricht dem Idyll trauter Seligkeit in beschaulich ländlicher Umgebung. Das Dorf wird im Roman zum Laboratorium und Experimentierfeld von „Beheimatungsentwürfen“: zum einen Rückzugsort, Ort der Vertrautheit und Erinnerung, zum anderen Ort der Enge, der Begrenzung und Gewalt.

Eine Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid und der Buchhandlung v. Mackensen.