Freitag, 24. Oktober 2025, 19.00 Uhr, Galerie jETZT Kunst in der Nordstadt Essen, I. Weberstraße 8, 45127 Essen
Die Bildenden Künstlerinnen der GEDOK Wuppertal e.V. zeigen in der Zeit vom 24. Oktober bis zum 16. November 2025 in einer Werkschau ausschließlich kleine Formate, da die jETZT-Galerie hervorragend geeignet ist, einer größeren Anzahl von Bildenden Künstlerinnen die Möglichkeit zu geben, einen umfassenden Überblick über ihr aktuelles Schaffen in diesem speziellen Bereich zu geben.
Zur GEDOK-Ausstellung „pocket art“ –
Bildende Künstlerinnen zu Gast im Kunstraum jETZT in Essen
vom 24. Oktober bis 16. November 2025
Mit dem Titel „pocket art“ sind wir unter anderem aufgefordert, Kunst im Kontext zur Tasche zu erleben, eigentlich zur eingeschneiderten Kleidertasche in Jacken, Hosen und Röcken, sie mithin in ziemlich intimer Beziehung zu imaginieren.
Etliche der präsentierten Werke könnten von der Wand weg eingesteckt werden, im Tausch gegen ihren Wert und transparent verpackt in Westen oder Mäntel wandern. Und jederzeit könnten wir sie hervorziehen wie früher Uhr und Börse und heute das Handy. Wie wäre es, so mit Kunst durch die Tage zu gehen?
Andere Exponate sind größer, brauchen für den Transport Aktenmappe, Rucksack oder den allzeit paraten Papierbeutel, doch auch sie sind leicht hin- und herzureichen.
So waren sie es auch bei der Spontankonzeption der Ausstellung, deren Teilnehmerinnen und Bestandteile sich erst mit der Anlieferung ergaben, für die alles erlaubt war, mit der einzigen Einschränkung, fünf Arbeiten bis 30 x 40 cm nicht zu überschreiten.
Anvisiert war für diese Galerie ursprünglich eine Petersburger Variante, deren Faszination sich über den alles bespiegelnden Bodenfliesen zweifach bestens entfaltet hätte, aber die Begrenzung der Formate schuf viele freie Flächen zu Wirkzwischenräumen, die sich nun auch in den glänzenden Quadraten verdoppeln und der ganzen Schau etwas Schwebendes geben.
Die Kuratorinnen Heidi Becker, Liane Lonken, Susanne Müller-Kölmel und Daniela Werth haben Gliederungen gesetzt durch den Wechsel von Kleinem und Größerem, Reihung und Einzelstück, Horizontalen und Vertikalen, Bildern und Objekten und haben dabei auch die Art der Rahmung und die verschiedenen Techniken berücksichtigt.
Es sind Rhythmen entstanden auf der Wand und in den Raum, von Schwarweißgrau und Farbigem, Abstraktem und Konkreterem, Konzentration und Zerstreuung, Spannungen und Harmonien.
In den Motiven finden wir Landschaftliches, Figuratives und Florales, Schichtungen und Webungen, Starkes und Zartes, Ver- und Entwicklungen, Phantastik und Naturales, Beruhigendes und Aufregendes, Gefügtes und Gewachsenes, changierende Materialien und Medien und einiges, das aus dem Rahmen fällt, den Rahmen sprengt.
Und vieles mehr, zu dessen genauerer Erkundung die Künstlerinnen Heidi Becker, Farnaz Behesti, Iris Bieschin, Marlies Blauth, Delavera, Cornelia Ernenputsch, Sabine Gille, Petra Goebel, Isabel Kämpf, Petra Korte, Liane Lonken, Susanne Müller-Kölmel, Kirsten Radermacher, Simone Ramshorn, Ilona Reinhardt, Anke Schmidt, Annette Schnitzler, Claudia Schnitzler und Daniela Werth – jetzt – einladen.
©2025 Dr. Jutta Höfel
Blick in die Ausstellung